Twitter auf dem Weg zu eigenen Apps

Sebastian | Montag, 12. April 2010 |

Übernimmt Twitter auch eine App für Android?

Am Freitag letzter Woche gab Twitter bekannt, Tweetie eine iPhone Applikation für Twitter-Dienste, zu übernehmen und zukünftig kostenlos anzubieten. Bislang kostete Tweetie 2,39 Euro im Apple App Store. Holt Twitter nun zum Rundumschlag aus und bringt auch eine eigene Android App auf den Markt?

Twitter kommt mit eigenen Apps auf den Markt

Der Entwickler von Tweetie, Loren Brichter, wird ebenfalls Teil des Twitter Mobile Teams. Begründet wird der Schritt mit der uneingeschränkten Verfügbarkeit von Twitter, die Leuten weltweit geboten werden soll. Twitter findet es also angebracht in Zukunft eigene Apps, die in puncto Nutzerfreundlichkeit verbessert werden sollen, anzubieten.

Leute suchen nach einer App von Twitter und finden keine. Somit werden sie irritiert und geben auf. Es ist wichtig, dass wir die Benutzerfreundlichkeit verbessern und einen fantastischen Erfahrungswert schaffen.

Soweit die Aussage von Twitter. Eigene Apps für iPhone und iPad werden somit sicher von Twitter offiziell verfügbar gemacht. Dabei wird mit der wachsenden Anzahl an Nutzern anderer Betriebssysteme, auch gleich Apps für weitere Plattformen in Aussicht gestellt. Es sollte somit nur eine Frage der Zeit sein, bis Twitter auf Android Fans reagiert und eine eigene Android App veröffentlicht.

Twitter tritt damit in direkte Konkurrenz, zu all den bereits verfügbaren Twitter Clients. Gerade Twidroid erweist sich in der Android Welt großer Beliebtheit. Die Pro Version mit vielen Features kostet aktuell 3,39 Euro im Market. Neben großer Beliebtheit erfreut Twidroid auch mit regelmäßigen Updates, Stabilität, Design und einfacher Handhabung. Ein Übernahmekandidat für Twitter, wie es Tweetie in der iPhone Welt ist? Das ist natürlich nur rein spekulativ in den Raum geworfen. Denkbar wäre es trotzdem eventuell.

Vielleicht aber entwickelt Twitter eine Android App von Grund auf neu und macht alle anderen kostenpflichtigen Apps überflüssig. Vielleicht schafft es Twitter mit fortschrittlichen Features einen neuen Erfahrungswert für Twitter, auf dem Android Smartphone, zu entwickeln. Wer weiß das schon heute? In den kommenden Wochen wird es sicherlich hierzu weitere Neuigkeiten von Twitter selbst geben.
Aber eines steht fest: Twitter scheint ernst zu machen und das Benutzererlebnis in den Vordergrund stellen zu wollen. Man möchte mehr Kontrolle über die Verbreitung von Twitter, über alle mobilen Plattformen und Endgeräte hinweg, dazu gewinnen.

Was meint ihr? Soll Twitter eine eigene App für Android veröffentlichen? Oder seht ihr es als überflüssig an?

3 Kommentare to “Twitter auf dem Weg zu eigenen Apps”

  1. balticm sagt:

    Ich finde es aus Sicht von Twitter einen logischen Schritt. Für jeden Anbieter, egal ob Mobilfunk, DSL, Kfz oder was auch immer, ist es interessant alles aus einer Hand anzubieten. Da zählen eigene Apps dazu, aber auch eigene Hardware. Mich würde es nicht überraschen wenn Twitter auch bald gebrandete Smartphones auf den Markt bring oder mit den einen oder anderen Hersteller Twitter Editionen div. Android- / Symbian- / Windows- / BlackBerry- / Linux- Smartphones vertreibt.
    Ob man das alles braucht…?
    Ich nicht..! Ich kann mit TwiedroidPro auf meinem Anfroid und ÜberTwitter auf meinem BlackBerry prima leben…

  2. S.P. sagt:

    Ich glaube auch, dass Twitter nicht mehr zu halten ist und das mit dem Smartphone und Co wird schon sehr bald so sein, dass man eines von Twitter kaufen kann.
    Welcome to the Twitterworld http://www.twitter.com/CasaMinaOnline

  3. Sebastian sagt:

    Jetzt gab Twitter auch bekannt Werbung schalten zu wollen. Es tut sich also was beim Kurznachrichtendienst. Die Entwicklung seit 2006 ist sehr beachtlich. Anfangs eher belächelt und als unnötig empfunden, ist Twitter mittlerweile nur noch schwer von seinem Thron zu stoßen. Nun wird es Zeit das Geschäft profitabel zu machen. Bin gespannt ob es gelingt. Bislang verdient Twitter nur eine unbekannte Summe, indem es Google’s und Microsoft’s Suchmaschinen erlaubt auf die Kurznachrichten zu zugreifen.

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