Die Analysten von Distimo untersuchten die verfügbaren App Stores der jeweiligen Mobiltelefon-Betriebssysteme.
Dabei wurde erfreulicherweise festgestellt, dass Android den höchsten prozentualen Anteil an kostenfreien Apps bietet. 57 % der im Market vertriebenen Apps sind dort kostenlos. Gefolgt von Palm mit 32 %, auf den weiteren Plätzen Apple, BlackBerry, Windows und Ovi von Nokia.
Wirft man einen Blick auf die durchschnittlichen Preise der kostenpflichtigen Programme, schneidet BlackBerry hier am teuersten ab. Mit 8,26 US Dollar werden die Kunden im BlackBerry App Store im Schnitt zur Kasse gebeten, dahinter folgt Windows mit 6,99 US Dollar. Die weiteren Betriebssysteme liegen etwa auf gleichem Niveau, nur Palm kann sich nochmals als besonders günstig hervorheben. Dort wandern im Durchschnitt nur 2,53 US Dollar über die virtuelle Ladentheke.
In puncto Größe ist Apple weiterhin mit über 150.000 Apps klar vorne. Googles Android holt sich nach Apple aber auch ganz klar Platz 2 mit fast 20.000 Apps. Der Rest des Feldes liegt doch schon deutlich zurück. Windows hat mit ca. 700 Anwendungen nur einen Bruchteil an Programmen zu bieten, über die die Platzhirsche im Ranking verfügen.
Monatlich kommen im Apple Store ca. 14.000 neue Apps hinzu, dieser wächst somit prozentual um ca. 9 %. Prozentual stärker wächst bereits aber der Android Market, dort beträgt der Zuwachs 15 % bzw. 3.000 Apps monatlich.
Da die neue Version von Windows Mobile auch erst frühestens gegen Ende diesen Jahres mit geeigneter Hardware auf den Markt kommt, dürften Apple und Google mit ihren App Stores also weiterhin ihre Marktdominanz ausbauen.
Dabei ist hier zu erwähnen, dass wiederum vor allem die Zensur des Apple App Stores Google in die Hände spielt. Die immer lauter werdenden Beschwerden von Entwicklern über entfernte Apps im Apple Store, ohne oftmals direkt nachvollziehbare Gründe, spült Android immer mehr Entwickler zu. Diese setzen verstärkt auf das offene Betriebssystem von Google und Co.
Eine weitere Auffälligkeit die von Distimo recherchiert wurde, ist der regionale Preisunterschied für Android Apps. So verlangen Entwickler in Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und den Niederlanden im Schnitt rund 4,42 US Dollar pro kostenpflichtigen App. Im Vergleich dazu Entwickler in Japan nur 2,28 US Dollar, in den USA 2,96 US Dollar und in Großbritannien 3,31 US Dollar. Die regionalen Unterschiede sind hierbei sicherlich auch ein Stück weit mit dem zuletzt doch eher starken Euro zu erklären.
» Mein perfektes Ei
Es ist wirklich hervorragend, dass die Apps für das Betriebssystem Android zum größten Teil kostenlos sind. Ich hatte bis vor kurzer Zeit ein Smartphone von Nokia und war sehr enttäuscht über die geringe Anzahl kostenloser Apps. Nach längerem Überlegen habe ich mich für ein Android-Gerät entschieden und bereue es keinen Tag bis zum heutigen Zeitpunkt.